Aber im Winter bringt die Anlage doch nichts? Das ist die häufigste Frage in unseren Beratungen. Kurze Antwort: Der Winterertrag ist tatsächlich geringer, das ist Physik. Die längere Antwort: Genau deshalb wird eine PV-Anlage in Österreich übers Jahr gerechnet, und da rechnet sie sich klar. Hier sind fünf Fakten aus über 200 realisierten Projekten in Wien und Niederösterreich, mit echten PVGIS-Zahlen, Ertragskurven und Praxiswerten.
- Jahresertrag Wien
- ca. 1.150 kWh pro kWp, einer der besten Werte Mitteleuropas
- Amortisation
- typisch 5 bis 10 Jahre bei Eigenverbrauch plus Speicher
- Modul-Lebensdauer
- 25+ Jahre Leistungsgarantie. Mehr als 12 Jahre reiner Gewinn
- Sommeranteil (April bis September)
- ca. 75 % des Jahresertrags. Deckt Klima, E-Auto und Speicher
- Winteranteil (November bis Februar)
- ca. 14 %. Reduziert die Stromrechnung auch im Winter spürbar
- CO₂-Ersparnis
- ca. 4,6 t pro Jahr bei einer 10-kWp-Anlage
- Referenzen EPV
- über 200 Anlagen in Wien und Niederösterreich
Fakt 1: Wien gehört zu den sonnenreichsten Regionen Mitteleuropas
Mit rund 1.150 kWh pro installiertem kWp im Jahr liegt Wien deutlich über dem europäischen Durchschnitt, besser als München, Zürich oder Berlin. Eine 10-kWp-Anlage produziert bei uns rund 11.500 kWh pro Jahr. Das entspricht dem Verbrauch eines durchschnittlichen 4-Personen-Haushalts inklusive Warmwasser.
- Ostösterreich hat viele klare Tage, gerade das Frühjahr und der Frühherbst sind ertragsstark.
- Auch bei diffusem Licht (Nebel, leichter Hochnebel) produziert die Anlage weiter, nur eben weniger.
- Kalte, klare Wintertage bringen dank negativem Temperaturkoeffizient sogar leicht überproportionalen Ertrag.
Fakt 2: Der Sommer liefert 75 % des Jahresertrags. Das reicht
So verteilt sich der Ertrag einer Süd-Anlage mit 30° Dachneigung in Wien über das Jahr (kWh pro kWp):
| Monat | kWh/kWp | 10 kWp Anlage | Anteil am Jahr |
|---|---|---|---|
| Januar | 35 | 350 kWh | 3 % |
| Februar | 55 | 550 kWh | 5 % |
| März | 95 | 950 kWh | 8 % |
| April | 125 | 1.250 kWh | 11 % |
| Mai | 145 | 1.450 kWh | 13 % |
| Juni | 150 | 1.500 kWh | 13 % |
| Juli | 155 | 1.550 kWh | 13 % |
| August | 140 | 1.400 kWh | 12 % |
| September | 110 | 1.100 kWh | 10 % |
| Oktober | 75 | 750 kWh | 7 % |
| November | 40 | 400 kWh | 3 % |
| Dezember | 28 | 280 kWh | 2 % |
| Summe | 1.153 | 11.530 kWh | 100 % |
Die sechs Monate von April bis September decken rund 75 % des Jahresertrags, also genau die Zeit, in der Klimaanlage, Wärmepumpe im Kühlbetrieb, E-Auto-Laden und Poolpumpe am meisten Strom brauchen. Diese Deckungsgleichheit ist der eigentliche Gewinn: PV produziert dann viel, wenn Sie viel verbrauchen.
Fakt 3: Auch der Winter zahlt in die Rechnung ein
Der Wintermonat ist schwächer, aber nicht wertlos. So sieht die Leistungskurve einer 10-kWp-Anlage an einem klaren Tag aus:
Auch im Dezember liefert eine typische 10-kWp-Anlage rund 280 kWh pro Monat. Das sind bei aktuellen Netzstrompreisen rund 90 € Ersparnis, allein im dunkelsten Monat. Über die vier Wintermonate summiert sich das auf rund 480 € pro Jahr, die nicht mehr an den Stromversorger gehen. Und: Ein sonniger Wintertag bei minus 2 °C liefert dank Temperaturvorteil oft mehr Peak-Leistung als ein Julitag mit 35 °C.
Fakt 4: Mit richtiger Dimensionierung 60 bis 75 % Eigenverbrauch
Der entscheidende Hebel ist nicht der absolute Ertrag, sondern wie viel davon Sie selbst verbrauchen. Eine passend dimensionierte Anlage mit Speicher erreicht in unseren Projekten regelmäßig 60 bis 75 % Autarkiegrad übers Jahr. Das heißt: Drei von vier verbrauchten Kilowattstunden kommen vom eigenen Dach, statt aus dem Netz.
Für den maximalen Jahresertrag ist bei Süd-Ausrichtung eine Dachneigung von 30 bis 35° ideal. Ost-West-Anlagen liefern rund 90 % des Jahresertrags einer Süd-Anlage. Dafür verteilt sich der Ertrag über den ganzen Tag und der Eigenverbrauch ist ohne Speicher deutlich höher. Beide Varianten funktionieren. Wir wählen die passende gemeinsam mit Ihnen.
- Faustregel Anlagengröße: ca. 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch, bei Wärmepumpe/E-Auto entsprechend mehr.
- Faustregel Speicher: 1,0 bis 1,5 kWh Speicher pro kWp PV-Leistung, auf Tagesverbrauch ausgelegt, nicht auf Winterreserve.
- Wärmepumpe plus PV plus Speicher: der wirtschaftlichste Dreiklang für Neubau und Sanierung.
Fakt 5: Amortisation in 5 bis 10 Jahren, dann 15+ Jahre Gratisstrom
Bei aktuellen Strompreisen und laufender Förderung 2026 amortisiert sich eine typische Hausanlage in Wien und Niederösterreich in 5 bis 10 Jahren. Danach produzieren die Module weiter. Die Leistungsgarantien reichen 25 Jahre, die Lebensdauer liegt regelmäßig darüber. Das sind mindestens 15 Jahre reiner Ertrag pro Anlage.
Die Sonne steht in Wien im Juni 65° hoch und im Dezember nur 18°. Diese Physik lässt sich nicht ändern. Die gute Nachricht: Genau diese Physik wird bei jeder seriösen Auslegung mit eingerechnet. Wenn wir Ihnen eine Amortisation von 7 bis 8 Jahren nennen, ist der Winter bereits mit drin, kein Sommerhoch, kein Schönwetter-Marketing.
Weiterführend:Warum wir auf Sigenergy setzen · Gewerbe-Photovoltaik
Häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik in Österreich wirklich, auch mit Winter?
Wie viel produziert eine PV-Anlage in Wien im Winter?
Um wie viel produziert die Anlage im Sommer mehr als im Winter?
Wie schnell rechnet sich eine PV-Anlage in Wien und Niederösterreich?
Welche Dachneigung ist optimal für Wien und Niederösterreich?
Kann ich mit einer PV-Anlage im Winter autark sein?
Schadet Schnee auf den Modulen der Anlage?
Bringt Kälte einen Effizienznachteil?
Woher kommen die Ertragszahlen in diesem Artikel?
Wir rechnen Ihre Anlage standortgenau durch, kostenlos und unverbindlich.
Sie erhalten eine Ertragssimulation für Ihr konkretes Dach, eine passende Dimensionierung von PV und Speicher, Förderberatung 2026 und ein transparentes Fixpreis-Angebot, schlüsselfertig vom regionalen Partner in Klosterneuburg.
Kostenloses Angebot anfordern


